Institut für Laboratoriumsmedizin, Klinische Chemie und Molekulare Diagnostik
 Universitätsmedizin Leipzig

Forschungsschwerpunkte

Klinische Proteom- und Metabolomanalytik

Genetik und Pathophysiologie von Fettstoffwechselstörungen und Atherosklerose

Molekulare Regulation und biologische Wirkung von Hormonen des Fettgewebe

Immunologische Ursachen gastrointestinaler Eiweißintoleranzen

Molekularbiologische Untersuchungen zur Assoziation von Übergewicht und Brustkrebs

Aktuelle Drittmittel-Projekte


Klinische Proteom-und Metabolomanalytik

Die Arbeitsgruppe Massenspektrometrie des ILM Leipzig beschäftigt sich mit der quantitativen Analytik potentieller Biomarker von Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Störungen des Leberstoffwechsels. Die biologisch aktiven Metaboliten, Peptide und Proteine werden mittels Kopplung von Flüssigchromatographie und Tandem-Massenspektrometrie untersucht. Diese hochsensitive und selektive analytische Methodik ermöglicht die Quantifizierung in verschiedenen Körperflüssigkeiten und -geweben bis in den pmol/L Bereich.
Unsere Arbeitsgruppe entwickelt innovative analytische Methoden, die zum Teil nach DIN EN ISO 15189:2014 und DIN EN ISO 17025:2005 akkreditiert sind. Um eine zuverlässige Analytik zu gewährleisten, werden standardisierte Präanalytikprotokolle etabliert. Die entwickelten Methoden werden für die Analytik in Körperflüssigkeiten validiert und umfassen die folgenden Stoffklassen.
 
 *akkreditiert nach DIN EN ISO 15189:2014 und DIN EN ISO 17025:2005

Plus Symbol Methoden in Entwicklung und Validierung für:
Cholesterinester
Endocannabinoide
Gallensäuren
Phospholipide 
Resolvine
Wachstumshormon


Als erstes universitäres klinisch-chemisches Labor setzt das ILM Leipzig mit einer selbst entwickelten Methode Massenspektrometrie für die Steroidhormonanalytik im Rahmen der Patientenversorgung ein (Informationsdienst Wissenschaft e.V.). Des Weiteren finden die massenspektrometrischen Methoden in klinischen Studien wie LIFE und CULPRIT-SHOCK Anwendung.



Leitung der Arbeitsgruppe: Prof. Dr. Uta Ceglarek
Wissenschaftliches Personal: Dr. Susen Becker
  Dr. Juliane Dorow
  M.Sc. Julia Dittrich
  M.Sc. Madlen Sander
  M.Sc. Alexander Gaudl
Technisches Personal: Babette Zögner
  Heike Kozlik
  Surab Kamalsada
  Lars Schinkel
Masteranden, studentische Hilfskräfte: Karoline Bischof
  Linda Dallwitz
  Tim Kolberg

















Genetik und Pathophysiologie von Fettstoffwechselstörungen und Atherosklerose

Ziel der Forschungsarbeiten ist ein besseres Verständnis der molekularen Mechanismen von Stoffwechsel- und Gefäßerkrankungen um eine frühzeitige Diagnose und wirksamere Vorbeugung (Prävention) zu ermöglichen. Besondere Schwerpunkte bilden Untersuchungen der genetischen Ursachen von Fettstoffwechselstörungen und der Atherosklerose. Das Institut verfügt über ein voll ausgestattetes Forschungslabor für biochemische und zellbiologische Arbeiten sowie genetische Untersuchungen in humanen Studienpopulationen, Transgenen und Knockoutmodellen.

Anfragen: Prof. Dr. med. Ralph Burkhardt

Molekulare Regulation und biologische Wirkung von Hormonen des Fettgewebes

Endokrine Regulationsvorgänge sind eng mit Veränderungen des Körpergewichts und daraus entstehenden metabolischen Störungen assoziiert. Schwerpunkt unserer Forschungsarbeiten ist die Untersuchung der diagnostischen Relevanz und der Wirkung von Fettgewebs- und anderen die Körpergewichtshomöostase beeinflussenden Hormonen auf die Entstehung von Diabetes mellitus, Hypertonie, Atherosklerose, Fettstoffwechselstörungen und andere Erkrankungen. Zu diesem Zweck werden in unserem Institut sowohl methodisch-analytische, zellexperimentelle, proteinchemische und tierexperimentelle Arbeiten aber auch in Zusammenarbeit mit klinischen Einrichtungen Studien am Menschen durchgeführt.

Anfragen: Prof. Dr. rer. nat.Jürgen Kratzsch

Molekularbiologische Untersuchungen zur Assoziation von Übergewicht und Brustkrebs

Brustkrebs ist weltweit die mit Abstand häufigste Tumorerkrankung bei Frauen. Erhebungen des Robert-Koch-Institutes aus dem Jahr 2010 zeigten für die Bundesrepublik Deutschland 70.300 Neuerkrankungen und 17.470 brustkrebsbedingte Sterbefälle.

Neben anderen Risikofaktoren, die für die Entstehung von Brustkrebs eine Rolle spielen (wie. z.B. genetische Disposition, Rauchen...), werden nun auch Übergewicht und Adipositas als wesentliche Risikofaktoren für Brustkrebs angesehen. Mehrere Studien zeigen, dass Übergewicht und die Ansammlung überschüssiger Fettzellen nicht nur die Inzidenz von Brustkrebs erhöhen, sondern sich auch deutlich negativ auf die Überlebensrate auswirken können. Gründe hierfür sind eine schlechtere Prognose, größere Tumore und häufigere Metastasenbildung. Zudem konnten tumorbiologische Studien aus den letzten Jahren zeigen, dass Fettzellen sich auch direkt auf die Mikro-Umgebung eines Tumor auswirken und somit zu einem inflammatorischen und proliferativen Milieu beitragen können. Obwohl der Zusammenhang von Brustkrebsrisiko, Prognose und Übergewicht epidemiologischt stark etabliert ist, steht die molekulare Krebsforschung hier noch am Anfang.

Ziel unserer Forschung ist es zur Aufklärung der molekularen Mechanismen, welche einer möglichen Tumorinitiation und Progression durch Adipositas zugrunde liegen, beizutragen. Hierfür verwenden wir verschiedene Co-Kultur Modelle von Brustkrebszellen und Fettgeweben, welche mit Techniken wie z. B. Genexpressionsanalysen, Migrations- und Invasionsassys, Mikroskopie und Massenspektrometrie umfassend charakterisiert werden.

Anfragen: Dr. rer. nat. Sonja C. Stadler

Aktuelle Drittmittel-Projekte

Laufende Projekte mit externer Begutachtung

Thema Projektleiter Drittmittelgeber

SFB – FAT DEPOSITION AND INFLAMMATION

Untersuchungen zur Rolle von Trib1 im Stoffwechsel und der Adipositas

Prof. Dr. Ralph Burkhardt

DFG

CULPRIT SHOCK

Biomarkers for Mortality Risk Prediction in Cardiogenic Shock Complicating Acute Myocardial Infarction

Prof. Dr. Thiery,

Prof. Dr. Uta Ceglarek

EU

SFB - Obesity-driven microglial activation and damage in the murine und human brain- functional role of cerebral cholesterol and fatty acidlipid metabolism

Prof. Dr. Uta Ceglarek,

Prof. Dr. Ingo Bechmann

DFG

Entwicklung LC-MS/ MS Methode für humanes Wachstumshormon

Prof. Dr. Uta Ceglarek,

Prof. Dr. Jürgen Kratzsch

Stiftung für Pathobiochemie und Molekulare Diagnostik

Vorbeugung von Demenzerkrankungen

Helfen neue Lipidbiomarker des Hirnstoffwechels in der Früherkennung des Morbus Alzheimer?

Prof. Dr. Uta Ceglarek, 

Prof. Dr. Joachim Thiery

Roland-Ernst-Stiftung

Atheroprotektive Wirkung von Sphingosin-1-Phosphat (S1P) in Makrophagen und T-zellen

Prof. Dr. Ralph Burkhardt

DFG

Prävalenz und Komorbidität von (potenzieller) Zöliakie im Leipziger Großforschungsprojekt LIFE Child

Dr. Johannes Wolf

DZG

Macrophage function in obesity and adipose tissue inflammation

Dr. Janine Dokas

Prof. Dr. Ralph Burkhardt

Stiftung für Pathobiochemie und Molekulare Diagnostik

Specific alterations of gene expression in duodenal tissue of children with suspected coeliac disease

Dr. Johannes Wolf

Formel 1

Laufende Projekte mit Industriemitteln

Thema Projektleiter Drittmittelgeber

Pilotstudie zum Neugeborenenscreening auf Diabetes Typ 1

Prof. Dr. Uta Ceglarek

Helmsley Charitable Trust

Prospective multicentre trial of antibody diagnostics in paediatriac coeliac disease (AbCD)

Prof. Dr. Thomas Mothes

Euroimmun

Cholesterin-MELD-SCORE

Prof. Dr. Joachim Thiery

Roche Diagnostics GmbH

PINGUIN-Studie

Prof. Dr. Joachim Thiery

Helmholtz-Zentrum München, Forschergruppe Diabetes

Ermittlung von Referenzbereichen für Hormonparameter

Prof. Dr. Jürgen Kratzsch

Roche Diagnostics GmbH

Zusammenhang zwischen AMS-Daten und Testosteronkonzentrationen beim alternden Mann innerhalb der LIFE-Kohorte

Prof. Dr. Jürgen Kratzsch

Roche Diagnostics GmbH

Zusammenhang zwischen Iod-Konzentrationen im Urin und der Schilddrüsenfunktion bei Kindern

Prof. Dr. Wieland Kiess

Prof. Dr. Jürgen Kratzsch

LIFE-Child

 
Letzte Änderung: 10.02.2017, 15:07 Uhr
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