Institut für Laboratoriumsmedizin, Klinische Chemie und Molekulare Diagnostik
 Universitätsmedizin Leipzig

Forschungsschwerpunkte

Massenspektrometrische Proteom- und Metabolomanalytik
Genetik und Pathophysiologie von Fettstoffwechselstörungen und Atherosklerose
Molekulare Regulation und biologische Wirkung von Hormonen des Fettgewebe
Immunologische Ursachen gastrointestinaler Eiweißintoleranzen
Molekularbiologische Untersuchungen zur Assoziation von Übergewicht und Brustkrebs
Aktuelle Drittmittel-Projekte

Massenspektrometrische Proteom-und Metabolomanalytik

Hochmoderne massenspektrometrische Analysenverfahren (LC-MS/MS, LC-QTrap MS) erlauben uns heute eine schnelle, Plus Symbol hochsensitive Analytik biologisch aktiver Metabolite, Peptide und Proteine mit dem Ziel der Identifizierung und Quantifizierung von Biomarkern mit dem Fokus auf vaskuläre Erkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen (Atherosklerose, Herzinsuffizienz) sowie dem Leberstoffwechsel.
Metabolomics: Mit Hilfe von Ultra-High-Performance-Liquid Chromatographie (UHPLC) in Kombination mit der Hybrid Quadrupol-Lineare Ionenfallen Massenspektrometrie ist es möglich, Metaboliten im ng/l-Bereich in Serum oder Plasma zu analysieren und zu identifizieren. In unserem Labor werden derzeit Phytosterole, Cholesterinprekursoren und oxidierte Sterole im Hochdurchsatz in epidemiologischen Großstudien in ihrer Beziehung zum kardiovaskulären Risiko untersucht. Diese werden z.B. im Rahmen des LIFE-Programms für die Phänotypisierung eingesetzt. Außerdem wurden von uns Methoden für die Messung von Steroidhormonen und Arachidonsäuremetaboliten entwickelt. Weitere klinische Anwendungen der Massenspektrometrie betreffen das therapeutische Drug Monitoring (Immunsupressiva) und schwere Stoffwechseldefekte bei Neugeborenen.
Klinische Proteomics: Nach Fraktionierung des Serumproteoms mit funktionalisierten, magnetischen Nanopartikeln wird das spezifische Proteom-Pattern (1000-10T D) im MALDI-TOF analysiert. Das charakteristische Massenspektrum des Serums ist eng mit dem Phänotyp assoziiert. In aktuellen Arbeiten wenden wir uns nun intensiver der quantitativen Proteinanalytik mit LC-MS/MS zu.

Anfragen: Prof. Dr. rer. nat. Uta Ceglarek

Genetik und Pathophysiologie von Fettstoffwechselstörungen und Atherosklerose

Ziel der Forschungsarbeiten ist ein besseres Verständnis der molekularen Mechanismen von Stoffwechsel- und Gefäßerkrankungen um eine frühzeitige Diagnose und wirksamere Vorbeugung (Prävention) zu ermöglichen. Besondere Schwerpunkte bilden Untersuchungen der genetischen Ursachen von Fettstoffwechselstörungen und der Atherosklerose . Das Institut verfügt über ein voll ausgestattetes Forschungslabor für biochemische und zellbiologische Arbeiten sowie genetische Untersuchungen in humanen Studienpopulationen, Transgenen und Knockoutmodellen.

Anfragen: Prof. Dr. med. Ralph Burkhardt

Molekulare Regulation und biologische Wirkung von Hormonen des Fettgewebes

Endokrine Regulationsvorgänge sind eng mit Veränderungen des Körpergewichts und daraus entstehenden metabolischen Störungen assoziiert. Schwerpunkt unserer Forschungsarbeiten ist die Untersuchung der diagnostischen Relevanz und der Wirkung von Fettgewebs- und anderen die Körpergewichtshomöostase beeinflussenden Hormonen auf die Entstehung von Diabetes mellitus, Hypertonie, Atherosklerose, Fettstoffwechselstörungen und andere Erkrankungen. Zu diesem Zweck werden in unserem Institut sowohl methodisch-analytische, zellexperimentelle, proteinchemische und tierexperimentelle Arbeiten aber auch in Zusammenarbeit mit klinischen Einrichtungen Studien am Menschen durchgeführt.

Anfragen: Prof. Dr. rer. nat.Jürgen Kratzsch

Molekularbiologische Untersuchungen zur Assoziation von Übergewicht und Brustkrebs

Brustkrebs ist weltweit die mit Abstand häufigste Tumorerkrankung bei Frauen. Erhebungen des Robert-Koch-Institutes aus dem Jahr 2010 zeigten für die Bundesrepublik Deutschland 70.300 Neuerkrankungen und 17.470 brustkrebsbedingte Sterbefälle.

Neben anderen Risikofaktoren, die für die Entstehung von Brustkrebs eine Rolle spielen (wie. z.B. genetische Disposition, Rauchen...), werden nun auch Übergewicht und Adipositas als wesentliche Risikofaktoren für Brustkrebs angesehen. Mehrere Studien zeigen, dass Übergewicht und die Ansammlung überschüssiger Fettzellen nicht nur die Inzidenz von Brustkrebs erhöhen, sondern sich auch deutlich negativ auf die Überlebensrate auswirken können. Gründe hierfür sind eine schlechtere Prognose, größere Tumore und häufigere Metastasenbildung. Zudem konnten tumorbiologische Studien aus den letzten Jahren zeigen, dass Fettzellen sich auch direkt auf die Mikro-Umgebung eines Tumor auswirken und somit zu einem inflammatorischen und proliferativen Milieu beitragen können. Obwohl der Zusammenhang von Brustkrebsrisiko, Prognose und Übergewicht epidemiologischt stark etabliert ist, steht die molekulare Krebsforschung hier noch am Anfang.

Ziel unserer Forschung ist es zur Aufklärung der molekularen Mechanismen, welche einer möglichen Tumorinitiation und Progression durch Adipositas zugrunde liegen, beizutragen. Hierfür verwenden wir verschiedene Co-Kultur Modelle von Brustkrebszellen und Fettgeweben, welche mit Techniken wie z. B. Genexpressionsanalysen, Migrations- und Invasionsassys, Mikroskopie und Massenspektrometrie umfassend charakterisiert werden.

Anfragen: Dr. rer. nat. Sonja C. Stadler

Aktuelle Drittmittel-Projekte

 
Letzte Änderung: 19.01.2017, 10:28 Uhr
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