Institut für Laboratoriumsmedizin, Klinische Chemie und Molekulare Diagnostik
 Universitätsmedizin Leipzig

ENA-Profil

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Material Menge
[µl]
Referenzbereich
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Maßeinheit Verfahren
ENA SS-A/Ro Serum 100 anzeigen ausblenden ELISA, manuell/ Orgentec 1)2)
 
negativ
 
ENA SS-B/La Serum 100 anzeigen ausblenden ELISA, manuell/ Orgentec 1)3)
 
negativ
 
ENA Sm Serum 100 anzeigen ausblenden ELISA, manuell/ Orgentec 1)4)
 
negativ
 
ENA U1-RNP/Sm Serum 100 anzeigen ausblenden ELISA, manuell/ Orgentec 1)5)
 
negativ
 
ENA Scl-70 Serum 100 anzeigen ausblenden ELISA, manuell/ Orgentec 1)6)
 
negativ
 
ENA Jo-1 Serum 100 anzeigen ausblenden ELISA, manuell/ Orgentec 1)7)
 
negativ
 

Indikationen:

  1. ELISA-Profil zur qualitativen Diagnostik von extrahierbaren nukleären Antikörpern bei positivem ENA-Screen

Beurteilungen:

  1. Ro/SS-A-Antikörper sind mit einer Häufigkeit von 96% beim primären und ca. 80% beim sekundären Sjörgrensyndroms nachweisbar und gehören zu den Klassifikationskriterien. Sie sind aber auch bei Systemischem Lupus erythematodes nachweisbar (25-60%) und dienen als diagnostische Marker des subakut kutanen Lupus erythematodes. Bei Schwangeren mit SLE und Nachweis dieser Antikörper besteht beim Kind ein erhöhtes Risiko für einen kongenitalen Herzblock oder die Entwicklung eines neonatalen Lupus erythematodes.
  2. SS-B/La-Antikörper werden fast ausschließlich in Assoziation mit SS-A/Ro-Antikörpern gefunden. Die diagnostische Sensitivität für das primäre Sjögren-Syndrom beträgt 70% für das sekundäre SjS 5-10%. Die diagnostische Spezifität ist höher bei gleichzeitigem Nachweis von SS-A- und SS-B-Antikörpern.
  3. Unter Berücksichtigung des klinischen Bildes ist ein Vorhandensein von Anti-Sm-Antikörpern (insbesondere in höheren Titern) höchst spezifisch für Systemischen Lupus erythematodes (ARA-Kriterium) - die Sensitivität beträgt jedoch nur ca. 15 bis 30%.
  4. Das Vorhandensein von Antikörpern gegen Antigene des U1-snRNP-Komplexes stellen ein Diagnosekriterium bei V.a. Mischkollagenose (MCDT) dar - Vorkommen dieser Antikörper aber auch bei Systemischen Lupus Erythematodes (SLE) mit einer Prävalenz von 30 bis 40% - differentialdiagnostisch sollte in diesen Fällen gleichzeitig eine Bestimmung von SLE-assoziierten Antikörpern durchgeführt werden.
  5. Das Vorhandensein von Anti-Scl-70 Antikörpern ist mit einer Prävalenz von ca. 70% assoziiert mit der Diagnose einer diffusen systemischen Sklerose - beschrieben als Prognoseparameter bei ausgeprägten Krankheitsformen mit schwerer Organbeteiligung.
  6. Antikörper gegen Jo1 sind diagnostische Marker für die Polymyositis/Dermatomyositis. Die diagnostische Spezifität ist hoch, die Sensitivität liegt jedoch lediglich bei ca. 30%
Letzte Aktualisierung: 13.10.2017
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